Wissenswertes

Lesen und erfahren Sie hier noch mehr über aktuelle und dauerhaft interessante Themen der Wald- und Forstwirtschaft.

 

Wiederbewaldung und Forstliche Förderung 2020/2021

Untrennbar sind in der augenblicklichen Lage, in welcher Borkenkäfer und Trockenheit in unseren Wäldern Schaden anrichten, diese beiden Begriffe miteinander verbunden. Auch, wenn wir uns von gewohnten Waldbildern mit grünen Fichten jeden Tag ein Stück weit mehr verabschieden müssen, oder gerade deshalb, gilt es, nicht zu resignieren, sondern mit dem auf lange Zeit ausgerichteten Blick als Waldbesitzerin oder Waldbesitzer und der Geduld der Forstleute nach vorne zu schauen. Unterstützung bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben in fachlicher und finanzieler Hinsicht sollen die Informationen bieten, die an den entsprechenden Stellen in diesem Text per Link abrufbar sind. Da ist zum einen die Darstellung der Faktoren, die geeignert sind, Klimastress im Sinne der Waldwirtschaft zu mindern und abzufangen. Ergänzend dazu hat das Land RLP Möglichkeiten der Waldverjüngung in Zeiten extremer Trockenheit ausgearbeitet. Sie sind zunächst dem Staatswald für Rheinland-Pfalz als Grundsatzanweisung an die Hand gegeben, können aber auch in ihrer Anwendung dem Privatwald von hohem Nutzen sein. Die aus der Forschung des Landes entwickelten Erkenntnisse zu Klimastress und Waldverjüngung sind hier abrufbar. Der angestrebte und auf Erfolg ausgerichtete Waldumbau, der auch neuen Baumarten Raum geben soll, um künftige Waldbilder zu prägen, kann unter anderem in Verbindung mit den bereits in der Mitgliederversammlung am 29.11.2019 angekündigten "Baumsteckbriefen" erfolgen. Die Variation von standort- und schließlich klimaangepassten, bereits vorhandenen, heimischen Baumarten mit denjenigen, welche in den Baumsteckbriefen BS I, BS II und BS III beschrieben sind, erscheint in vielerlei Hinsicht günstig zu sein. Ebenso kann die Gewinnung von sog. Wildlingen - das Verfahren dazu ist dem Merkblatt der Bayerischen Staatsforstverwaltung zu entnehmen - für sich, oder in Kombination mit zusätzlich eingebrachten Baumarten bei der Wiederbewaldung Beachtung finden. Junge Pflanzen können aber nur dann wachsen, wenn Sie dem Einfluss durch das Wild entzogen sind. Neben technischen Schutzmaßnahmen ist hier einer auf die Verjüngungsfähigkeit der Wälder ausgerichteten Bejagung der Vorzug zu geben. Als zusätzliche, aber zwingend notwendige Maßnahme ist darum die Umsetzung einer Konvention zwischen dem Land RLP, dem Gemeinde- und Städtebund, dem Waldbesitzerverband sowie den Interessenvertretungen der Jägerschaft zu verstehen, welche den jagdpraktischen und den jagdrechtlichen Rahmen auf dem Weg zum widerstandsfähigen Wald steckt. 

Für das breite Spektrum an forstwirtschaftlichen Maßnahmen hingegen, welche durch die Extremwitterungsereignisse ausgelöst und zusätzlich erforderlich werden, sind Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung in Form der forstlichen Förderung gegeben. Diese unterliegen der ständigen Überarbeitung und Konkretisierung. Die neuesten Bestimmungen dazu finden Sie im aktuellen Förderrundschreiben vom 24.06.2020. Besondere Beachtung verdienen hier die Konditionen rund um die Wiederaufforstung.     

 

Waldschäden durch Extremwitterungsereignisse in Zahlen

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat in seiner Pressekonferenz am 26. Februar die aktuelle Schadenbilanz für die Wälder im gesamten Bundesgebiet nach Bundesländern unterteilt erfasst. Hier finden Sie die Aufstellung der Schadholzmengen sowie der dadurch entstandenen Flächen für die Jahre 2018 und 2019 sowie die Erwartungen für 2020.

 

Waldzustandsbericht 2019 veröffentlicht

Das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten hat den Waldzustandsbericht 2019 für Rheinland-Pfalz veröffentlicht. Den vollständigen Bericht können Sie durch Betätigen dieses Links einsehen.

 

Fördermöglichkeiten für die durch die Extremwetterereignisse geschädigten Bestände

Durch Betätigen des nachstehenden Links gelangen Sie zu den aktuellen Fördermögichkeiten für Bestände, die durch die Extremwetterereignisse geschädigt wurden: https://www.wald-rlp.de/de/nutzen/foerderung-der-forstwirtschaft/

 

Borkenkäfermanagement

Die Situation unserer Nadelholzbestände ist spätestens seit dem vergangenen Jahr im Rhein-Lahn-Kreis als dramatisch einzuschätzen - aber nicht nur hier. Wetterkapriolen einerseits und die dadurch hervorgerufenen, äußerst günstigen Lebensumstände für den Nadelholzfeind Nummer Eins, näümlich den Borkenkäfer, machen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern derzeit das Leben schwer. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg hat zum Umgang mit den "kleinen" Waldzerstörern nützliche Informationen und Tipps zusammengestellt, die dabei helfen können, käferbefallene Waldbestände zu erkennen und zu handeln. Das Faltblatt mit dem Titel  "BORKENKÄFER - ERKENNEN, VORBEUGEN, MANAGEN - HINWEISE FÜR WALDBESITZENDE" kann hier eingesehen werden.  

 

Förderung der Forstwirtschaft in Rheinland-Pfalz

Hier stellen wir unseren Waldbesitzern eine vollständigen Fassung der Fördergrundsätze-Forst zur Verfügung. Auf den Seiten der Landesforsten Rheinland-Pfalz finden Sie weitere aktuelle Hinweise zum Thema, wenn Sie diesem Link folgen: VV Förderung Forst 

 

Bundeswaldinventur - Nie stand mehr Holz im deutschen Wald

11,4 Millionen Hektar Wald bedecken unser Land - das sind 32% des Territoriums der Bundesrepublik Deutschland. Trotzdem allein schon diese beiden Zahlen das wohl beeindruckendste Ergebnis der 3. Bundeswaldinventur (BWI) sind, bringt diese noch viel mehr an beachtlichen Erkenntnissen. Private, kommunale und staatliche Waldbesitzer, Forstleute, Dienstleistungsforstbetriebe u. v. a. m. sorgen täglich dafür, dass auch 300 Jahre, nachdem der Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz seine Erkenntnisse zur Nachhaltigkeit im Erzgebirge niedergeschrieben hat, der Wald zum Nutzen aller unvermindert seine Funktionen erfüllt und das naturnäher und vielfältiger, denn je. Werfen Sie einen Blick in die anschauliche Zusammenfassung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur BWI. Natürlich gibt es die Daten auch spezifisch für das waldreichste Bundesland Rheinland-Pfalz. In der Veröffentlichung des MULEWFsind sie zu finden.   

 

Entdecken Sie den Wald

Wie würden Sie den Begriff Wald beschreiben? Im Allgemeinen kommt einem sicherlich eine Ansammlung von Bäumen in gewisser Dichte auf einer ausgedehnten Fläche in den Sinn. In der biblischen Schöpfungsgeschichte wurde der Wald am dritten Tag geschaffen. Juristen bezeichnen Wald als jegliche mit Forstpflanzen bestockte Grundfläche. Wald ist aber viel mehr. Eine beeindruckende Lebensfülle ist eines der wesentlichen Merkmale dieses größten, funktionsfähigen Landökosystems, das von der Taiga bis in die südlichen Mangrovensümpfe reicht. Was sich in unseren heimischen Wäldern entdecken und beobachten lässt, zeigt die anschauliche Broschüre des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Blättern Sie sich doch einfach einmal durch die Waldfibel. Sie werden staunen.  

 

Waldstrategie 2020

Die Waldstrategie 2020 der Bundesregierung richtet sich an alle relevanten Akteure auf der Ebene von Bund und Ländern. Sie soll einen Beitrag dazu leisten, in der Bevölkerung das notwendige Bewusstsein für die vielfältigen Funktionen des heimischen Waldes hervorzurufen. Gleichzeitig zeigt sie die Vorteile und Chancen einer nachhaltigen Forstwirtschaft für Klima, Natur und Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft auf und ist darauf ausgerichtet, diese zu fördern. Hier erfahren Sie, was sich hinter der Waldstrategie 2020 verbirgt. 

 

Der Wald in der Weltgeschichte

Etwa ein Drittel der Landmasse der Erde ist mit Wald bedeckt. Das sind rund vier Milliarden Hektar. Über die Jahrtausende hinweg ist der Nutzen des Waldes für das menschliche Leben nicht zu ermessen. Seine einzigartigen Fähigkeiten, Sauerstoff zu produzieren und Kohlendioxid zu binden, Rohstoff, Nahrung und sauberes Wasser zu liefern oder schlicht Lebensraum für Mensch und Tier gleichermaßen zu bieten, sind unersetzlich. In dieser Präsetation des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft können Sie eine Zeitreise durch unser Waldkulturerbe unternehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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