Wissenswertes

Lesen und erfahren Sie hier noch mehr über aktuelle und dauerhaft interessante Themen der Wald- und Forstwirtschaft.

Wiederbewaldung und Forstliche Förderung 2021/2022

Aus den Fördergrundsätzen Forst werden jetzt die Fördergrundsätze Wald

Nach wie vor halten die aus der extremen Witterung der Jahre 2019-2020 entstandenen Folgen im Wald deren Besitzerinnen und Besitzer auf Trab. Die aus der Forschung des Landes entwickelten Erkenntnisse über die klimatischen Veränderungen zeigen die Grenzen für Möglichkeiten der Waldverjüngung auf, sind aber gleichzeitig auch ein Ratgeber für das Gelingen des Waldwiederaufbaus. Informationen dazu sind hier abrufbar. Die Variation von standort- und schließlich klimaangepassten, bereits vorhandenen, heimischen Baumarten mit denjenigen, welche sich hier zu Lande noch etablieren müssen, erscheint in vielerlei Hinsicht günstig. Junge Pflanzen können aber nur dann wachsen, wenn Sie dem Einfluss durch das Wild entzogen sind. Neben technischen Schutzmaßnahmen ist hier einer auf die Verjüngungsfähigkeit der Wälder ausgerichteten Bejagung der Vorzug zu geben. Als zusätzliche, aber zwingend notwendige Maßnahme ist darum die Umsetzung einer Konvention zwischen dem Land RLP, dem Gemeinde- und Städtebund, dem Waldbesitzerverband sowie den Interessenvertretungen der Jägerschaft zu verstehen, welche den jagdpraktischen und den jagdrechtlichen Rahmen auf dem Weg zum widerstandsfähigen Wald steckt. 

Für das breite Spektrum an forstwirtschaftlichen Maßnahmen, welche ergriffen werden können, oder, die für den waldbaulichen Erfolg sogar erforderlich sind, werden auch künftig zahlreiche Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung in Form von Zuwendungen gewährt. Ab sofort sind diese der Verwaltungsvorschrift "Fördergrundsätze Wald" zu entnehmen. Sie gelten für die nächsten fünf Jahre, unterliegen aber der ständigen Überarbeitung und Konkretisierung. Im Wortlaut können die Fördergrundsätze Wald hier nachgelesen werden. Aktuell geltende und zukünftig beabsichtigte Fördermaßnahmen können mit Aufruf der diesem Link hinterlegten Tabelle eingesehen werden. Besondere Beachtung verdienen hier die Konditionen rund um die Wiederaufforstung und Vorausverjüngung, die mit Schreiben der Zentralstelle der Forstverwaltung vom 16.03.2021 aktualisiert wurden. Interessant hierbei ist die Kenntnis über zukunftsversprechende Baumarten, welchen der Fördergeber eine Zuwendung zuteil werden lässt. Sie erscheinen beim Bedienen dieses Links. Im Oktober schließlich wurden die aus den Maßnahmen der künstlichen Wiederbewaldung entstehenden Subventionsmöglichkeiten für die Kalamitätsflächen um diejenigen, welche aus einer natürlichen Verjüngung der Waldflächen hervorgehen, ergänzt. Alles Wissenswerte dazu erfahren Sie durch das hier hinterlegte Schreiben der Zentralstelle der Forstverwaltung vom 04.10.2021, dessen Inhalte auch in dieser Tabelle zusammengefasst sind. Wichtig ist ferner der Hinweis der Bewilligungsbehörde, dass der Abrechnungszeitraum für die Maßnahme "Herabsetzung der Bruttauglichkeit" gemäß des aktuellen Schreibens vom 08.11.2021 mit Ablauf des Jahres 2021 endet. Den Wortlaut des Schreibens finden Sie hier.  

Weitere Details zur forstlichen Förderung sind auf den Seiten von Landesforsten Rheinland-Pfalz https://www.wald.rlp.de/de/nutzen/foerderung-der-forstwirtschaft und natürlich bei der Geschäftsstelle des Waldbauvereins erhältlich.   

 

Der Umgang mit dem Borkenkäfer

Wie kein zweites Thema hat die Zerstörung der Nadelholzbestände durch Dürre, Wassermangel und die nachfolgende Ausbreitung der Borkenkäfer die Waldeigentümer und Waldbewirtschafter in den letzten Jahren besorgt. Neben dem weiter unten auf dieser Seite befindlichen Zugang zu Informationen der Forstlichen Versuchsveranstalt Baden-Württemberg zur angesprochenen Thematik gibt es nun eine aktuelle Ausarbeitung der Landesforsten Rheinland-Pfalz, die sich mit vielen Informationen und praktischen Hinweisen an die Waldbesitzer und Waldbewirtschafter wendet. Unter der Bezeichnung "Borkenkäfer Leitlinie 2.0" können die von den Forstfachleuten entwickelten Tipps und Empfehlungen eingesehen und heruntergeladen werden.

 

Waldzustandsbericht 2020 veröffentlicht

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat am 24. Februar die Ergebnisse Waldzustandserhebung für das Jahr 2020 veröffentlicht. Den vollständigen Bericht können Sie durch Betätigen dieses Links einsehen.

 

Borkenkäfermanagement

Die Situation unserer Nadelholzbestände ist spätestens seit dem vergangenen Jahr im Rhein-Lahn-Kreis als dramatisch einzuschätzen - aber nicht nur hier. Wetterkapriolen einerseits und die dadurch hervorgerufenen, äußerst günstigen Lebensumstände für den Nadelholzfeind Nummer Eins, näümlich den Borkenkäfer, machen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern derzeit das Leben schwer. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg hat zum Umgang mit den "kleinen" Waldzerstörern nützliche Informationen und Tipps zusammengestellt, die dabei helfen können, käferbefallene Waldbestände zu erkennen und zu handeln. Das Faltblatt mit dem Titel  "BORKENKÄFER - ERKENNEN, VORBEUGEN, MANAGEN - HINWEISE FÜR WALDBESITZENDE" kann hier eingesehen werden.  

 

Entdecken Sie den Wald

Wie würden Sie den Begriff Wald beschreiben? Im Allgemeinen kommt einem sicherlich eine Ansammlung von Bäumen in gewisser Dichte auf einer ausgedehnten Fläche in den Sinn. In der biblischen Schöpfungsgeschichte wurde der Wald am dritten Tag geschaffen. Juristen bezeichnen Wald als jegliche mit Forstpflanzen bestockte Grundfläche. Wald ist aber viel mehr. Eine beeindruckende Lebensfülle ist eines der wesentlichen Merkmale dieses größten, funktionsfähigen Landökosystems, das von der Taiga bis in die südlichen Mangrovensümpfe reicht. Was sich in unseren heimischen Wäldern entdecken und beobachten lässt, zeigt die anschauliche Broschüre des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Blättern Sie sich doch einfach einmal durch die Waldfibel. Sie werden staunen.  

 

Der Wald in der Weltgeschichte

Etwa ein Drittel der Landmasse der Erde ist mit Wald bedeckt. Das sind rund vier Milliarden Hektar. Über die Jahrtausende hinweg ist der Nutzen des Waldes für das menschliche Leben nicht zu ermessen. Seine einzigartigen Fähigkeiten, Sauerstoff zu produzieren und Kohlendioxid zu binden, Rohstoff, Nahrung und sauberes Wasser zu liefern oder schlicht Lebensraum für Mensch und Tier gleichermaßen zu bieten, sind unersetzlich. In dieser Präsetation des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft können Sie eine Zeitreise durch unser Waldkulturerbe unternehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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